„Zweite“ überrascht gegen Sand

Was eine starke Leistung des TSV Lehnerz am Freitagabend: Im Verbandsliga-Spiel gegen den SSV Sand konnten sich die Schützlinge von Sedat Gören mit 4:1 (1:0) durchsetzen. Mit keiner Unterstützung aus der ersten Mannschaft lieferten die Jungs eine disziplinierte Leistung ab. Viele Akteure aus den Lehnerzer Reihen stachen am Freitagabend heraus. Christoph Sternstein belohnte sein Spiel gar mit drei Treffern.

„Seit Wochen hängen die Jungs sich richtig rein, ob spielerisch oder taktisch. Man muss erstmal so eine Mannschaft schlagen“, meinte ein mehr als glücklicher Senat Gören, Trainer der TSV Lehnerz II nach dem Spiel gegen den SSV Sand, der als klarer Favorit in das Spiel ging. Denn der TSV Lehnerz lief heute ohne Unterstützung aus der ersten Mannschaft auf, während der SSV Sand mit seiner ersten Riege an den Galgengraben reiste.

Der Aufstellung und dem Tabellenstand nach gab der SSV Sand, man hatte es nicht anders erwartet, auch den Ton an. Mit einem hohen Tempo und Zug zum Tor preschten die Sander nach vorne, schossen aber nicht, sondern tanzten lieber. Das ist man von Nordhessen eigentlich nicht gewohnt. Es war dann der TSV Lehnerz, der seine erste klare Torchance nutze. Jan Henrik Wolf sah Robin Sorg, der den Ball auf den freistehenden Christoph Sternstein ablegte. Aus spitzem Winkel brachte „Sterni“ die TSV-Elf in Führung (7.).

Der SSV Sand war dennoch weiterhin spielbestimmend. „Ich glaube, gerade in der ersten Halbzeit haben die Jungs es besonders gut gemacht“, so SSV-Coach Peter Wefringhaus. Was er meint? Sands beste Chance zum Ausgleich in der 18. Spielminute. Steffen Klitsch ließ jedoch nur den Außenpfosten klingeln. Der TSV Lehnerz jedoch war näher am 2:0 als der SSV am Ausgleich. So vergab Sternstein das 2:0, als er nach deinem Freistoß von Jan Henrik Wolf nicht das leere Tor traf (40.). Im Nachhinein nicht all zu tragisch, denn Lehnerz’ Nummer Sieben sollte noch zweimal treffen.

„Wenn es heute einen Master-Plan zum Tore-Schießen gab, dann hatte ihn der TSV“, reflektierte Wefringhaus. Sand drehte sein Tempo in Halbzeit zwei runter, ging aber dafür härter in die Zweikämpfe. Der TSV ließ sich allerdings nicht auf die raue Spielweise ein, sondern zog seinen Stiefel bis zur letzten Sekunde durch. Bis auf eine Ausnahme: „Beim Gegentor haben wir in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren.“ Der eingewechselte Jan-Philipp Schmidt schoss in der 76. Spielminute den 1:2-Anschlusstreffer für den Nordhessen – zu spät.

Denn der TSV wollte den Sieg. So war es Jan Henrik Wolf, der nach einer Flanke von Sternstein den Ball in das Tor köpfen wollte. Erst traf er die Latte, dann nickte er nach – 2:0 (59.). „Wir haben heute keine Glückstore geschossen, sondern haben diese auch super herausgespielt. Gegen eine Mannschaft wie Sand muss man dies erstmal hinbekommen“, so ein mehr als stolzer Sedat Gören. Zweimal traf Christoph Sternstein noch. Zum letzten Mal und zum Endstand in der 89. Spielminute: Leon Wittke legte quer, Sternstein stand erneut richtig.

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TSV Lehnerz II: Christoph Grösch – Natnael Weldetnsae, Maximilian Vilmar, Daniel Heil, Christoph Sternstein, Robin Sorg, Leon Wittke, Paul Hohmann, Jan-Henrik Wolf, Maximilian Balzer (71. Lukas Hildenbrand), Nikola Milenkovski (86. Adrian Veapi).

SSV Sand: 
Johannes Schmeer – Florian Amert, Tobias Oliev (62. Manuel Schmidt), Steffen Klitsch, Steffen Bernhardt, Christian Guthof, Pascal Itter (71. Marcel Wippel), Simon Bernhardt (62. Jan-Philip Schmidt), Steffen Bräutigam, Viktor Muskaltschuk, Daniel Wagner.

Schiedsrichter: 
Volker Höpp (Ranstadt).

Tore: 1:0 Christoph Sternstein (7.), 2:0 Jan Henrik Wolf (58.), 2:1 Jan-Philip Schmidt (76.), 3:1 Christoph Sternstein (81.), 4:1 Christoph Sternstein (88.). +++