Starke zweite Hälfte bringt den Heimsieg – RUMMEL Mann des Tages

Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang drehte der TSV Lehnerz am Samstag sein Heimspiel gegen Hessen Dreieich und gewann die Begegnung gegen den Aufsteiger mit 3:1 (0:1). Der Hessenligist feierte den zweiten Erfolg in Serie und stellte den Kontakt zur Tabellenspitze her. Stürmer Dominik Rummel war es, der einen Foulelfmeter zum Ausgleich herausholte und mit dem Treffer zum 2:1 seine Kollegen auf die Siegerstraße brachte.

Nach zwanzig gespielten Minuten blieb Dominik Rummel mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. In einem Zweikampf um den Ball hat er einen Schlag auf das Sprunggelenk abbekommen, konnte aber nach einiger Behandlungszeit weiterspielen – zunächst noch humpelnd. Ob der TSV die Begegnung auch gedreht hätte, wenn Rummel hätte ausgewechselt werden müssen? Hypothetisch. Der 22-jährige Stürmer war es jedenfalls, der der Wende des Spiels einen Namen gab. Denn binnen vier Minuten sorgte Rummel mit zwei Aktionen erst für den Ausgleich, dann für die Führung seines TSV. Einen Freistoß von Patrick Schaaf lenkte Gäste-Torwart Maurice Paul zur Seite ab, Rummel kam an den Ball und wurde im Strafraum gelegt – klare Sache. Der Kapitän ließ sich die Chance nicht entgehen und netzte souverän ein (65.). „Das war ein Geschenk von uns und danach sind wir zusammen gebrochen“, schilderte SC-Trainer Thomas Epp die Szene, die eigentlich ungefährlich war, stand Rummel doch mit dem Rücken zum Tor. Nur vier Minuten später war die Begegnung dann komplett gedreht. Renato Tusha spielte auf Lehnerz Nummer zehn, der völlig frei über links zum Tor ziehen konnte und eiskalt vollstreckte – 2:1 (69.). „Dafür ist ein Stürmer da, solche Situationen zu nutzen“, erklärte Rummel lapidar.

„Der Knöchel ist dick, aber ich wollte bei dem Spielstand nicht ausgewechselt werden“, biss der Stürmer auf die Zähne. Zu dem Zeitpunkt, als Rummel sich verletzte, stand es noch torlos unentschieden. Es war eine Partie auf überschaubarem Niveau gewesen, ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten. Sebastian Sonneberger grätschte noch rechtzeitig in einen Schuss von Daniele Fiorentino (35.) – das war die beste Aktion der „Hessen“. Die Führung für die Gäste aus Dreieich fiel dann auch überraschend. Velibor Velemir versuchte sich aus der Distanz und schoss den im Strafraum liegenden Sonnenberger aus kurzer Distanz an die Hand. Schiedsrichter Patrick Haustein entschied auf Elfmeter, sehr zum Ärger von Patrick Schaaf, der sich etwas zu lautstark darüber beschwerte und verwarnt wurde. Christian Pospischil ließ sich nicht lange bitten und verwandelte sicher (36.).

Im zweiten Durchgang bestimmten die Hausherren zunehmend die Begegnung und nutzen ihre Möglichkeiten effektiv. „Ich habe vermutet, dass es heute ein schweres Spiel wird nachdem wir im Mittwoch im Pokal über 120 Minuten gehen mussten und am Ende ausgeschieden sind. Dementsprechend haben wir uns in der ersten Hälfte schwer getan, aber aufgrund der zweiten Hälfte haben wir verdient gewonnen“, resümierte Lehnerz‘ Trainer Henry Lesser. Letzte Zweifel am Heimsieg beseitigte Alexander Scholz, der einen schönen Eckball von Andre Vogt nicht weniger sehenswert per Kopf zum Endstand versenkte (90.+1). „Das ist für uns wichtig gewesen, weil wir jetzt einen guten Saisonstart hingelegt haben“, ist Lesser mit der Punkteausbeute zufrieden. Mit 13 Punkten liegen seine Schützlinge als sechster punktgleich mit Watzenborn auf Platz drei. Sein Gegenüber, Thomas Epp, haderte nach Abpfiff mit dem Resultat. „Lehnerz hat bis zum Elfmeter nicht einmal auf das Tor geschossen. Danach haben sie ihre individuelle Klasse genutzt und schon verdient gewonnen. Aber es war heute mehr für uns drin.“

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TSV Lehnerz: Benedikt Kaiser – Christian Eckerlin, Sebastian Sonnenberger, Sebastian Kress, Niklas Breunung – Patrick Lesser, Alexander Scholz, Patrick Schaaf, Pierre Mistretta (86. Kemal Sarvan), Renato Tusha – Dominik Rummel (84. Andre Vogt).

Hessen Dreieich: Maurice Paul – Jörn Kohl, Markus Brüdigam, Niko Opper, Markus Wosiek (75. Loris Weiss) – Christian Pspischil, Velibor Velemir (80. Tino Lagator), Danny Klein (72. Güner Özdamar), Zubayr Amiri – Daniele Fiorentino, Khaibar Amani.

Schiedsrichter: Patrick Haustein.

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Christian Pspischil (36., Handelfmeter), 1:1 Patrick Schaaf (65., Foulelfmeter), 2:1 Dominik Rummel (69.), 3:1 Alexander Scholz (90.+1).