Stadtderby gegen Borussia Fulda steht vor der Tür

Dass der TSV Lehnerz als Tabellenführer in das Stadtderby gegen Borussia Fulda geht, hatte man vor der Saison nicht unbedingt erwartet. Am Samstag (14:30 Uhr) kommt es zum insgesamt fünften Aufeindertreffen in der Hessenliga und die Mannen von Marco Lohsse gehen als Favorit in die Begegnung mit den Borussen.


„Ein Derby hat seine eigenen Gesetze“, beschwichtigt TSV-Trainer Lohsse und betont: „Borussia hat eine Riesen-Truppe, die für mich mit Dreieich, Watzenborn und Alzenau zu den besten vier der Liga gehört.“ Doch der Traditionsverein aus der Johannisau, der schon einen Trainerwechsel von Thomas Brendel zu Henry Lesser vollzogen hat, bleibt bislang weit hinter den eigenen Erwartungen und Ansprüchen zurück. Auf die Niederlage in Lohfelden (0:1) folgte am Dienstag ein enttäuschendes 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Neu-Isenburg und bleibt mit Rang zehn im grauen Mittelfeld der Tabelle.

Von der aktuellen Platzierung mag sich Lehnerz‘ Trainer Lohsse aber nicht blenden lassen. „Sie haben viele verletzte, ja, aber sieht man sich die Aufstellung vom Steinbach-Spiel an, merkt man, dass sieben Spieler der Startaufstellung auch zuletzt immer spielten“, sagt Lohsse und ergänzt: „Zudem haben sie mit Marin Vidosevic Verstärkung bekommen. Nur auf der Bank fehlt ihnen die Breite.“ Ein Problem, das Lohsse aus der letzten Saison gut kenne, und sich daher gut in die Lage der Borussen versetzen könne.

Als Favorit gehen ganz klar die Lenerzer in das Derby, das anders als in den letzten beiden Jahren zur kälteren Jahreszeit stattfindet. Mit einer vierstelligen Zuschauerzahl ist aber dennoch zu rechnen. Mit 34 Zählern liegen die Mannen von der Richard-Müller-Straße an der Tabellenspitze und könnten mit Siegen in den letzten beiden Spielen der Hinrunde gegen Fulda und Lohfelden die Herbstmeisterschaft perfekt machen.

„Damit beschäftige ich mich nicht. Wir freuen uns über die Platzierung und arbeiten weiter hart im Training“, mag sich Lohsse keine Kampfansage an die Konkurrenz entlocken. Denn: Die Kontrahenten haben weniger Spiele weniger als der TSV absolviert. Ein Sieg im Derby soll die starke Lehnerzer Hinrunde aber in jedem Falle krönen.