Scholz glänzt als Vorbereiter und Torschütze

Das Finale des Krombacher-Kreispokals 2016 im Kreis Fulda steht: der TSV Lehnerz folgt nach einem 3:1 (2:0)-Erfolg über Gruppenligist SG Johannesberg dem Verbandsligisten SV Neuhof in das Endspiel, das am 16. Mai ausgetragen wird. Am Mittwochabend bot der Hessenligist keine Glanzleistung, spielte aber souverän seinen Stiefel herunter und wurde seiner Favoritenrolle letztlich gerecht.


„Wichtig war, dass wir das Spiel in 90 Minuten geklärt haben“, sagte Alexander Scholz, der an zwei der drei Lehnerzer Treffer beteiligt war und vor allem bei seiner Vorlage zum 2:0 ungeahnte Qualitäten zeigte: er versetzte drei Akteure der Hausherren im Strafraum, chippte den Ball über Johannesbergs Schlussmann Matija Hofacker und Andre Vogt musste nur noch abstauben (27.). Gemessen an der Trikotnummer war er also ein guter Ersatz für Lehnerz‘ etatmäßigen „Neuner“, Pierre Mistretta. „Das ist aber auch nicht so schwer, Pierre schießt ja kaum Tore“, lachte Scholz, der wenige Minuten vor dem Ende noch den Sack zu machte und das 3:1 markierte. Eine Eckerlin-Ecke faustete Hofacker zu Patrick Schaaf, der vor das köpfte und Scholz ebenfalls per Kopf einnetzte (84.). „Das war heute sicherlich nicht gut von uns, aber wir haben das souverän zu Ende gespielt“, resümierte Scholz, die vorangegangen 90, nein 88, Minuten. Denn Schiedsrichter Johannes Frohnapfel pfiff die Begegnung überpünktlich zu Ende.

„Ich finde, dass wir das gut gemacht haben. Wir haben in der Abwehr gut gearbeitet und waren in der zweiten Hälfte per Konter gefährlich“, war SGJ-Trainer Zeljko Karamatic mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Johannesberg erspielte sich zwar nicht die ganz großen Möglichkeiten, beschäftigte aber die Hintermannschaft des TSV und baute im zweiten Abschnitt Druck auf. Zu diesem Zeitpunkt stand es aus Sicht der Hausherren 1:2 und ein Treffer hätte einen richtigen Pokalfight zur Folge gehabt. Dass der Gruppenligist plötzlich wieder im Spiel war, lag an den Aussetzern von Sebastian Bartel und Aykut Bayar: Bartel wurde attackiert, passte zu seinem Schlussmann, der über den Ball haute und so Ardian Kameraj, der im zweiten Abschnitt verletzt ausgewechselt werden musste, den Anschluss ermöglichte (42.).Zuvor hatte David Wollny den TSV sehenswert in Führung gebracht, als er eine Flanke von Eckerlin direkt nahm und den Ball in die lange Ecke drosch (18.).

Johannesbergs beste Szene in Durchgang eins war eine hohe Hereingabe von Patrick Schneider, die sich beinahe in die lange Ecke senkte. Bayar war aber zur Stelle und lenkte das Leder über die Linie (31.). Im zweiten Abschnitt verflachte das Spiel zusehends und ein Regenbogen war für lange Zeit das Schönste, das die anwesenden Zuschauer zu sehen bekamen. Erst in der Schlussphase ergaben sich wieder nennenswerte Möglichkeiten – allerdings nur die Gäste. Zunächst scheiterte Marek Weber an Hofacker (81.), dann fand Wollny im besten Spieler Johannesbergs seinen Meister (88.). Am Finaleinzug des Hessenligisten, der mit lediglich drei Wechselspielern antrat, änderte das aber nichts mehr.

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

SG Johannesberg: Mitja Hofacker – Denis Dechant, Patrick Schneider, Alexej Reksius, Robin Kleemann (60. Onur Özger), Osman Özlük, Paul Brylski, Patrick Heil (55. Sven Wiesner), Enes Hoxha, Friedrich Walt, Ardian Kameraj (79. Oleg Pekarski).

TSV Lehnerz: Aykut Bayar – David Wollny, Alexander Scholz, Patrick Schaaf, Andre Vogt (60. Luca Gaul), Julian Pecks (60. Christoph Sternstein), Christian Eckerlin, Renato Tusha, Kemal Sarvan (55. Marek Weber), Niklas Breunung, Sebastian Bartel.

Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (Neuhof).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 David Wollny (18.), 0:2 Andre Vogt (27.), 1:2 Ardian Kameraj (42.), 1:3 Alexander Scholz (84.).