Pfostenschuss und Platzverweis bei Pleite der „Ersten“

Der TSV Lehnerz hat am Samstag eine 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Bayern Alzenau einstecken müssen. Der Hessenligist startete zwar gut mit einem Pfostenschuss durch Jan-Niklas Jordan, dann nahm der Aufstiegsaspirant aus Alzenau das Heft in die Hand und siegte verdient.


Die zehn Punkte, die Lehnerz und Bayern Alzenau in der Hessenliga-Tabelle trennen, waren nicht zu übersehen. „Alzenau ist eine absolute Spitzenmannschaft. Sie haben ganz klar andere Ziele als wir“, so TSV-Trainer Marco Lohsse nach dem Spiel – währenddessen feiern die Alzenauer ihren Sieg mit lauten „Hurra- Hurra“ -Rufen, die sich die Mannschaft von Angelo Barletta mehr als verdient hat.

Dabei bestimmt der TSV Lehnerz auf heimischem Untergrund zunächst das Spielgeschehen und ist dem ersten Tor näher als die Bayern. „Wir waren in der ersten halben Stunde, glaube ich, besser als der Gegner“, so Lohsse und bezieht sich hierbei auf die Chance von Jan-Niklas Jordan, der von Sebastian Kress bedient wird, aber nur das Metall klingeln lässt (7.).

Aber Bayern Alzenau ist nicht ohne Grund eine der Top-Mannschaften in der Hessenliga. Nach einer zwanzigminütigen „Ruhephase“ wachen die Bayern auf und haben ihre erste dicke Chance durch ihren Torjäger Nummer eins, Salvatore Bari (25 Tore). „Wir haben den Gegner hier durch einen Einwurf ins Spiel gebracht“. Der zu kurz geratene Einwurf wird von den Bayern sofort genutzt und in eine Torchance verwandelt (28.), die TSV-Torwart Benedikt Kaiser weltklasse hält.

Doch dann dauert es auch nicht mehr lange, bis es im Lehnerzer Kasten rappelt. In dieser Situation sieht Kaiser nicht gerade gut aus. Er wehrt den Ball nach vorne ab und dieser fällt Amar Zildzovic vor die Füße (31.). Die rote Karte gegen Lehnerz Kemal Sarvan bringt den TSV dann aus dem Konzept. 30 Meter vor dem eigenen Tor entfernt, und damit direkt vor dem Schiedsrichterassistenten, foult Sarvan Demir. Schiedsrichter Maximilian Rother hat zunächst nur die gelbe Karte in der Hand, entscheidet aber, zurecht, Sarvan vom Platz zu stellen (58.). „Die Karte war total unnötig“.

Hälfte zwei geht völlig verdient an die Bayern aus Alzenau, denn den Lehnerzern fehlen die Ideen und auch die Körpersprache sieht nicht positiv aus. Bayern viel offensiver.

Vier Minuten nach dem Platzverweis erhöht Alzenaus Fabian Bäcker auf 2:0, der von Anthony Wade bedient wird. Lehnerz ist jetzt ganz raus und hat mehr Glück als Verstand. Aret Demir und Salvatore Bari haben jeweils zweimal die Chance die Führung für die Gäste in die Höhe zu schrauben. Einmal legt Kaiser sogar Bari und kann von viel Glück sprechen, dass Rohter nicht auf den Elfmeterpunkt zeigt. „Man hat gesehen, dass wir die ersten Minuten geschlafen haben, aber dann die Oberhand hatten. Ich bin mit dem Sieg mehr als glücklich und vor allem stolz auf meine Mannschaft“, sagt ei mehr als zufriedener Angelo Barletta nach dem Sieg über seine Mannschaft, die den vierten Zu-null-Sieg mit seinen Jungs feiern kann.

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TSV Lehnerz: Benedikt Kaiser – Alexander Scholz, Alexander Reith, Kemal Sarvan, Jan-Niklas Jordan (46. Pierre Mistretta), Steven von der Burg (65. Niklas Odenwald), Andre Vogt, Sebastian Kress (76. David Wollny), Sebastian Sonnenberger, Sebastian Bartel, Marcel Trägler.

Bayern Alzenau:
Ricardo Döpert – Tarik Sejdovic, Amar Zildzovic, Fabian Bäcker (72. Francesco Calabrese), Dominique Jourdan, Aret Demir, Salvatore Bari, Yannick Wolf (64. Rico Kaiser), Anthony Wade (86. Elias Niesgk), Marcel Wilke, Alieu Sawaneh.

Zuschauer: 320.

Schiedsrichter: Maximilian Rother (Heppenheim).

Tore: 0:1 Amar Zildzovic (31.), 0:2 Fabian Bäcker (62.).

Rote Karte: Kemal Sarvan (TSV Lehnerz, 58., Foulspiel).