Kellerkind Frankfurt kommt an den Galgengraben

Sieben Spiele stehen für Hessenligist TSV Lehnerz noch auf dem Plan. Die Elf von Marco Lohsse liegt auf dem zweiten Platz und hat sogar noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Das TSV-Schiff liegt voll auf Kurs in Richtung Relegation und kann am Samstag (15 Uhr) im Heimspiel gegen Rot-Weiß Frankfurt den nächsten Schritt gehen.


Mit dem Auftritt am kommenden Dienstag gegen Baunatal stehen für die Lohsse-Elf gleich zwei Heimspiele binnen vier Tage vor der Brust. Vier Tage, in denen eine Vorentscheidung im Rennen um die Relegation fallen kann. „Wir warten die zwei Spiele ab, dann wissen wir mehr“, sagt Lohsse angesprochen auf die sehr gute Ausgangslage seiner Lehnerzer. Denn dass sein TSV bereits für die Relegation planen könne, das findet Lohsse nicht.

Er verweist auf das in seinen Augen schwere Programm für den TSV und die beiden Heimspiele in dieser Woche. Den Anfang macht RW Frankfurt, das im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt braucht. „Ich erwarte eine schwere Aufgabe. Frankfurt ist noch nicht abgestiegen und rechnet sich durch den Rückzug von Borussia Fulda noch etwas aus“, sagt Lohsse über das Spiel gegen die einstige Spitzenmannschaft, die nun vor dem Abstieg steht.

Lohsses Elf hingegen könnte – wie schon 2015 – die Aufstiegsspiele erreichen. Zuletzt holte der TSV nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden in Alzenau. „Das war ein Punktgewinn, das schaffen nicht viele Mannschaften“, blickt Lohsse noch freudig an den letzten Samstag zurück. Dass Gegner Alzenau einen Antrag gestellt hat, alle Spiele von Borussia Fulda zu annullieren, mag Lohsse nicht zu bewerten.

„Wären wir in Alzenaus Lage, würden wir vielleicht ähnlich handeln“, sagt Lohsse, der aber lieber den Blick auf das Sportliche richtet. Denn sieben Spiele vor Schluss beginnt für den TSV Lehnerz die heiße Phase der Saison. Die Relegation winkt und die künftige SG Barockstadt darf vielleicht gleich eine Liga höher starten. Dafür werden aber Siege gegen Gegner wie Frankfurt benötigt.