Zweites Oberrad vermeiden: Lesser warnt vor Alzenau

Zehn Punkte Rückstand auf den zweiten Platz: Nach oben geht für Hessenligist TSV Lehnerz wohl nicht mehr viel. Zeit also, einiges auszuprobieren und Spielern aus der zweiten Reihe die Möglichkeit zu geben, sich zu empfehlen. „Wir werden vieles testen und kräftig durchmischen“, sagt Trainer Henry Lesser im Vorfeld des Heimspiels am Samstag (15 Uhr) gegen den Tabellenletzten FC Bayern Alzenau.

Die Gäste aus Unterfranken stehen mit dem Rücken zur Wand, daher weiß Lesser um die Gefährlichkeit solcher Spiele. „Das sind immer die schwierigsten Partien“, warnt er vor der Truppe des ehemaligen Bundesliga-Spielers Jochen Seitz, die zuletzt 0:2 gegen den FC Eschborn verloren hatte. Denn der Lehnerzer Übungsleiter weiß, wovon er spricht: Schließlich haben seine Schützlinge letzte Woche auch in Oberrad (1:1) Federn lassen. Dass Henry Lesser Christian Eckerlin, Sebastian Bartel und Dominik Rummel fehlen werden, mache die Sache nicht einfacher. „Es wird ähnlich wie gegen Oberrad werden. Sie werden alles geben und um jeden Zentimeter kämpfen“, erwartet Lesser ein kampfstarkes Alzenau.

Doch nicht nur mit dem Personal möchte Henry Lesser experimentieren, auch verschiedene Systeme will der ehemalige Profi testen. „Wir werden Dreier- und Viererkette spielen und Spieler auch auf verschiedenen Positionen einsetzen“, blickt Lesser voraus und gibt die Marschroute vor. „Wichtig ist, dass jeder diszipliniert spielt. Die Spritzigkeit und Kondition ist wieder da.“ Unterdessen nimmt sein Kader für die kommende Spielzeit Konturen an, der Großteil bleibt dem TSV erhalten. „Das ist natürlich schön, wenn eine gewisse Konstanz herrscht und fast alle da bleiben“, sagt Lesser, der sich zuletzt über die Verlängerung von Mittelfeld-Dribbler Renato Tusha freuen durfte.