Gebrauchter Tag für die „Zweite“

Gebrauchter Sonntag für die Verbandsliga-Reserve des TSV Lehnerz: die Schützlinge von Sedat Gören unterlagen dem RSV Petersberg, der das erste Mal von Rückkehrer Rolf Gollin betreut wurde, mit 0:2 (0:0). Patrick Stupp und Adrian von Pazatka-Lipinski erzielten die Treffer für Petersberg.

Bereits vor dem Abpfiff der ersten Hälfte hätte der RSV Petersberg in Führung gehen können. Kubilay Kücükler bekam den Ball von Lehnerz‘  Maximilian Vilmar, dieser bediente Boris Aschenbrücker, der alleine vor dem Lehnerzer Kasten stand, aber vorbei zog (40.+ 1). „Der Treffer hätte uns schon gut getan“, so RSV- Trainer Rolf Gollin. Doch direkt nach Wiederanpfiff der Treffer für den RSV. Adrian Pazatka-Lipinski legte sich den Ball zurecht, verlor ihn fast noch, legte diesen dann quer und Patrick Stupp musste das Leder nur noch einschieben (46.). Weitere Chancen folgten bevor Pazatka-Lipinski in der 78. Minute den 2:0-Endstand für die Gäste fest machte. Julian Wehner setzte Pazatka-Lipinski in Szene und der verwandelte den Ball ganz lässig. Doch der RSV hätte mehr erreichen können, denn sie spielten lange Zeit deutlich in der Überzahl.

Leon Wittke sah nach Meckern die gelb-rote Karte (46.), ebenso Maximilian Vilmar wegen Handspiels (78.). Glatt rot sah Osman Özlük, der mit dem Knie voran in Petersbergs Torwart Stefan Labendsch hinein sprang (69.). Elf Petersberger standen nun acht Lehnerzern gegenüber, aber Petersberg konnte die Überzahl nicht gut ausspielen. „Die Überzahl hat uns weniger gut getan“, erklärte Gollin, der vor allem die dort fehlende Leichtigkeit ansprach.

Doch auch der TSV hatte seine Chance. So scheiterte Dennis Nuspahic an Petersberg Schlussmann Labendsch, der dessen Freistoß sehenswert parierte (61.). Christopher Sternstein hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich am Fuß, aber setze ihn neben das Tor (49.). Der TSV hätte aber in Führung gehen können. Dennis Nuspahic legte den Ball quer auf Osman Özlük, der den aber auch daneben setzte (25.). Am Ende stand aber die null. „Es ist ganz wichtig, dass wir zu null gespielt haben“, so Gollin. Durchschnittlich sechs Gegentreffer kassierte der RSV pro Spiel in dieser Saison. Allein 17 in den letzten beiden Spielen.

Lehnerz Trainer Sedat Gören war sichtlich niedergeschlagen. Ein besonderes Augenmerk lag hier auf den drei Platzverweisen. „Das war frustrierend heute. Wir stehen mit leeren Händen da und haben die drei Punkte dem Gegner geschenkt“, fasste Gören knapp zusammen.

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TSV Lehnerz II: Aykut Bayar – Luca Gaul, Maximilian Vilmar, Natnael Weldetnsae, Dennis Nuspahic, Leon Wittke, Maximilian Balzer, Paul Hohmann, Christoph Sternstein, Dennis Sorg (64. Tobias Göbel), Osman Özlük.

RSV Petersberg: Stefan Labendsch –  Alexander Kilian, Andreas Brzoza, Marc Aschenbrücker, Mario Vogt, Patrick Stupp (52. Marcel Zehner), Adrian von Pazatka, Daniel Nüchter, Julian Wehner, Kubilay Kücükler (73. Philipp Mötzung), Boris Aschenbrücker (85. Patrick Müller).

Zuschauer: 150.

Schiedsrichter: Aaron Krämer (Frankfurt).

Tore: 0:1 Patrick Stupp (46.), 0:2 Adrian von Pazatka-Lipinski (78.).

Gelb-rote Karte: Leon Wittke (TSV Lehnerz, 48., Meckern), Maximilian Vilmar (TSV Lehnerz, 75., Handspiel).

Rote Karte: Osman Özlük (TSV Lehnerz, 69., Foulspiel). +++