„Erste“ kann Vorsprung ausbauen

Schon am Dienstagabend (19:30 Uhr) geht es für Hessenligist TSV Lehnerz in der Liga weiter. Vier Tage nach dem 5:1-Sieg gegen Rot-Weiß Frankfurt empfängt das Team von Trainer Marco Lohsse den Tabellenachten KSV Baunatal. Lohsse schätzt das Team aus dem Landkreis Kassel gefährlich ein und hofft auf eine klare Leistungssteigerung.


„Ich habe Baunatal gegen Dreieich und Watzenborn-Steinberg gesehen“, sagt Lohsse, „das Spiel gegen Watzenborn war ein schnelles, enorm intensives Spiel. Wenn wir nicht alles geben, werden wir nicht gewinnen“. Gegen die starken Watzenborner erreichte Baunatal ein 1:1. Darüber hinaus komme es darauf an, sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Der KSV steht auf dem letzten Platz der Fairnesstabelle, kann also auch ordentlich zulangen. Dazu haben sie mit Manuel Pforr und Nico Schrader laut Lohsse gute Umschaltspieler, die den Ball blitzschnell in die Offensive verfrachten können. „Es muss alles stimmen“, so der Lehnerz-Coach.

Für den TSV Lehnerz ist es das erste von zwei Spielen, die sie weniger als die Verfolger Bayern Alzenau und Watzenborn-Steinberg absolviert haben. Bei einem Sieg gegen Baunatal beträgt der Vorsprung bei einem Spiel weniger vier Punkte. Bei diesem Vorhaben muss Lohsse allerdings auf You Shin Youm verzichten, der aus privaten Gründen nicht auflaufen kann. „Dieser Ausfall ist besonders schwer aufzufangen. Er hat bislang jedes Spiel von Beginn an gespielt“, meint Lohsse über den Verlust des defensiven Mittelfeldspielers. Der gegen Frankfurt angeschlagen ausgewechselte Jan-Niklas Jordan klagt über Oberschenkelprobleme, wird für das Spiel aber rechtzeitig fit. „Es ist bemerkenswert, was für eine Saison wir spielen trotz der vielen Ausfälle. Das spricht für die Mannschaft“, lobt Lohsse, der auch die Fitness seiner Spieler hervorhebt, da es keine Muskelverletzungen gebe.

Im Hinspiel siegte der TSV klar mit 3:0, das Spiel stand jedoch lange auf der Kippe. „Baunatal hat ein gutes Spiel gemacht. Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen und so wenig Fehler wie möglich machen, das wird von diesen Mannschaften sofort bestraft“, so Lohsse. Dabei hofft er, dass seine Mannschaft zu Samstag eine Leistungssteigerung zeigt und an die zweite Halbzeit gegen Alzenau anknüpft. „Von den sechs restlichen Spielen müssen wir vier für den zweiten Platz gewinnen“, rechnet Lohsse vor, der nach 2015 wieder die Relegationsspiele um den Regionalliga-Aufstieg erreichen möchte. Der erste Schritt kann diese Woche gemacht werden, in der der TSV zwei Spiele absolviert, während Bayern Alzenau komplett aussetzen muss.