„Erste“ in Ginsheim gefordert

Fünf Spiele hat der TSV Lehnerz bis zum Ende der  Saison noch zu absolvieren. Fünf Spiele, in denen die Mannschaft von Marco Lohsse den Relegationsplatz nicht mehr aus der Hand geben will. Nach dem rassigen und hochklassigen Spiel gegen den KSV Baunatal am Mittwochabend gastiert der TSV am Samstag (15 Uhr) beim Aufsteiger aus Ginsheim.

Als der VfB Ginsheim am 14. Oktober 2017 am Galgengraben gastierte, jagte die Mannschaft von Artur Lemm dem TSV Lehnerz einen riesen Schrecken ein. Bereits zur Halbzeitpause lagen die Gäste aus dem 139 Kilometer entfernten Ginsheim-Gustavsburg mit 2:0 in Führung. Sieben Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte klingelte es zum 3:0 – eine Sensation bahnte sich an.

Doch am Ende kam alles anders, die Blamage für den TSV konnte abgewendet werden. Ausschlaggebend war hier der Doppelschlag des Lehnerzer Kapitän Patrick Schaaf und der Treffer zum 3:3-Ausgleich durch Sebastian Sonnenberger. „Ginsheim ist eine sehr gute Mannschaft, das haben wir bereits am eigenen Leib erfahren. Sie spielen eng am Mann und sind aggressiv“, zollt TSV-Trainer Marco Lohsse dem Gegner seinen Respekt, der mit momentan 37 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz steht.

Der TSV Lehnerz hingegen geht mit großen Schritten der Relegation entgegen. Ein Sieg gegen die Ginsheimer würde den TSV weiterhin auf dem für die Relegation sicheren zweiten Platz halten. „Wir haben noch fünf Spiele zu absolvieren. Wenn wir nichts mehr liegen lassen, dann soll es am Ende für Platz zwei reichen“, so Marco Lohsse, dessen Mannschaft zum zweiten Mal an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga teilnehmen könnte. Gut für den TSV ist übrigens, dass der FC Bayern Alzenau, der der Lohsse-Elf im Nacken sitzt, an diesem Wochenende spielfrei hat.

Am Samstag nicht dabei sein wird voraussichtlich Jan-Niklas Jordan. „Meine Probleme mit der Leiste sind jetzt in den Oberschenkel gezogen und der macht komplett zu“, erklärt Jordan, der bereits am Mittwochabend gegen den KSV mit Schmerzmitteln spielte, „wahrscheinlich werde ich Samstag pausieren müssen.“

„Es wird langsam wieder enorm eng mit dem Kader, weil sich immer mehr Spieler verletzen und die Verletzten nicht zurückkommen“, so Lohsse, der hierbei unter anderem auf die fehlenden Marcel Trägler, Kemal Sarvan und Niklas Odenwald anspielt. Doch da wäre auch noch die zweite Mannschaft des TSV: „Jan Henrik Wolf hat in letzter Zeit auf sich Aufmerksam gemacht, ebenso Max Balzer. Ich habe die Option auf diese zurückzugreifen.“