Erst Alzenau, dann Dreiech: „Erste“ doppelt gefordert

Das Unentschieden am Samstag gegen Hessenliga-Schlusslicht Viktoria Urberach wollen die Lehnerzer am liebsten ganz schnell vergessen. Schon am Wochenende trifft die Elf von TSV-Trainer Marco Lohsse auf zwei starke Mannschaften. Am Samstag warten auf sie die spielstarken Bayern aus Alzenau und am Montag der Top-Favorit Hessen Dreieich (beide 15 Uhr). Ganz sorgenfrei fahren die Lehnerzer aber nicht zu ihren Spielen, denn sie müssen auf fünf Stammspieler verzichten. 

„Eins ist klar: Wir haben am Wochenende zwei Punkte verschenkt“, gesteht Lohsse ein und lässt das Spiel gegen Urberach Revue passieren, „aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen.“ Denn der nächste Gegner wartet schon. Und dieser heißt Bayern Alzenau. Die Unterfranken, die letzte Saison noch knapp dem Abstieg entkommen sind, haben sich für diese Saison entscheident verstärkt und mit Salvatore Bari (elf Tore) einen der erfolgreichsten Torschützen der Liga in ihren Reihen. „Bari gehört zu den besten Stürmern der Liga und allgemein ist Alzenau eine verdammt spielstarke Mannschaft, wenn nicht sogar die Beste der Liga“, bewertet Lohsse die Bayern.

Einfach wird es also nicht werden, denn Alzenau wird Lehnerz‘ geschwächte Defensive forden, „wir müssen dann kollektiv nach hinten arbeiten“, erklärt der TSV-Trainer, der auf zentrale Spieler wie Sebastian Kress, Kemal Sarvan, Patrick Lesser und dem mittlerweile am Kreuzband operierten Niklas Breunung verzichten muss. „Das bereitet uns schon ein paar Schwierigkeiten, weil genau diese Spieler letzte Saison alle Stammspieler waren“, sagt Lohsse. Lehnerz geht am Stock, aber ihr Ziel, weiterhin ungeschlagen zu bleiben, gilt es fest im Blick zu behalten, denn, „vom Spiel gegen Alzenau ist es abhängig, wie wir aus dem Wochenende rausgehen“, weiß Lohsse ganz genau und richtet damit schon seinen Blick auf die Partie am Montag gegen Hessen Dreieich.

Hessen Dreieich ist weiterhin der Favorit der bisherigen Hessenliga-Saison. Die einzige Niederlage kassierten die Schützlinge von Rudi Bommer gegen ihren direkten Verfolger und zur Zeit zweitplatzierten Eintracht aus Stadtallendorf. Mit drei Nationalspielern in ihrem Kader ist Dreieich bestens aufgestellt, das weiß auch Marco Lohsse: „Dreieich hat auch in der Breite einen hervorragenden Kader mit Spielern wie Blerton Muca oder Toni Reljic.“

Das Abschneiden im Spiel gegen Dreieich hängt davon ab, wie der TSV aus dem Spiel gegen Bayern Alzenau geht. Ob sie neue Verletzungen zu bedauern haben oder ohne Schaden in das Spiel am Montag starten können. „Es wird eine Bewährungsprobe für uns. Nach diesem Wochenende werden wir sehen, ob wir uns weiterentwickelt haben“, sagt Lohsse. Obwohl die Personalsituation dünn ist und Lohsse auf zentrale Spieler wie Julian Pecks verzichten muss, steht Neuzugang Marcel Trägler ab dem Spiel gegen Dreieich dem TSV nach seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung.