Aykut Bayar sichert Sieg über Waldgirmes

Der TSV Lehnerz ist zurück in der Spur: Am Samstagnachmittag siegte der Hessenligist im Heimspiel gegen Aufsteiger Waldgirmes mit 2:0 (1:0) und rehabilitierte sich nach der Derby-Pleite gegen Flieden. Dass der TSV die Punkte in der Domstadt behielt, hatte er aber Schlussmann Aykut Bayar zu verdanken, der reihenweise beste Chancen der Gäste hielt. 


Eine Sache voraus: Mann des Spiels war TSV-Keeper Aykut Bayar. Denn ohne den Lehnerzer Schlussmann hätte es bereits zur Halbzeit wohl 3:1 für die Gäste aus Waldgirmes gestanden. So zwang Tolga Duran Aykut Bayer nach einem strammen Schuss aus 20 Metern, sich lang zumachen (24.) und bediente zuvor Lucas Hartmann, der dem TSV-Schlussmann in die Arme schoss (19.).

Die Krönung von Bayars Spiel war jedoch nicht die Verhinderung vieler Torchancen, sondern die Vorlage zum 2:0: „Das war ein langer Abstoß, den Patrick super angenommen hat“, sagte Bayar nach dem Spiel bescheiden. Hier zeigte TSV-Kapitän Patrick Schaaf seine Klasse und besiegelte den 2:0-Endstand (90. + 1).

Aber immer wieder glänzte zuvor Bayar. Wie zum Beispiel in der 50. Spielminute: Jurij Gros führte den Ball bis an die Grundlinie, ehe er abschloss. Bayar machte sich breit und ließ des Ball abblocken. Dann stand Hartmann genau vor dem Lehnerzer Gehäuse, aber Bayar war wieder zur Stelle und parierte dessen Nachschuss ebenfalls.

Aykut Bayar selbst aber gab sich bescheiden und wollte sich zu dem Spiel erst gar nicht äußern. Am Ende tat er es dann doch und lobte sich nicht selbst, sondern die Leistung der gesamten Mannschaft und zollte ebenso dem Gegner seinen Respekt: „Waldgirmes hat eine super starke Truppe und sie haben uns immer wieder hinten rein gedrückt. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und da darf man niemanden hervorheben. Es ist mein Job, Bälle zu halten. Als Mannschaft haben wir heute das Spiel gewonnen.“

Der TSV Lehnerz war es dann auch, der den Ball als erstes im Tor unterbringen konnte. Zu verdanken war dies aber einem Torwartfehler von Waldgirmes-Schlussmann Fabian Grutza und einem 25-Meter-Flatterball von Jan-Niklas Jordan (19.). „Er konnte den Ball nicht sehen, da standen drei Leute vor ihm. Aber der Ball von Jordan war auch klasse geschossen“, so Waldgirmes Trainer Daniyel Bulut.

Trotzdem war es immer wieder der Gast, der die Lehnerzer Abwehr ins Straucheln brachte. Vor allem das Gespann Gros/Duran sorgte für ordentlich Wirbel in der Lehnerzer Hälfte und drückten diesen tief in die eigene Hälfte hinein. Mit einem Tor sollte es aber dennoch nicht klappen.

„Ich glaube, wir hätten noch drei Stunden spielen können und trotzdem kein Tor gemacht“, erklärte ein leicht geknickter Daniyel Bulut, der sich die Niederlage seiner Mannschaft, trotz des vollen Einsatzes, nicht erklären konnte, „ich hätte nicht gedacht, dass wir Lehnerz so im Griff haben werden. Aber so ist Fußball. Vielleicht hat vorne das letzte Fünkchen Durchschlagskraft gefehlt.“

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TSV Lehnerz: Aykut Bayar – Antonio Bravo-Sanchez (73. David Wollny), Niklas Odewald, Patrick Schaaf, Jan-Niklas Jordan (84. Julian Pecks), Kemal Sarvan, Sebastian Sonnenberger, Sebastian Bartel, Marius Strangl, Marcel Trägler (61. Tobias Göbel), Yoo-Shin Yeom.

SC Waldgirmes: Fabian Grutza – Dennis Lang, Oliver Schmidt, Volkan Öztürk, Jafar Azizi, Tolga Duran, Lucas Hartmann (76. Leif Morris Langholz), Mark Geller (70. Marvin Kretschmann), Marcel Siegel, Jurij Gros, Kian Markus Golafra.

Schiedsrichter: Marcel Geuß (Haßfurt).

Zuschauer: 500.

Tore: 1:0 Jan-Niklas Jordan (19.), 2:0 Patrick Schaaf (90. + 1.) +++