5:1! „Zweite“ deklassiert Hünfeld im Derby

Zu einer klaren Sache wurde das Verbandsliga-Derby am Sonntag zwischen dem Hünfelder SV und der Reserve des TV Lehnerz. Die Schützlinge von Sedat Gören siegten völlig verdient mit 5:1 (3:1) und holten den dritten Sieg in Serie. Hünfeld fand in der Offensive, trotz Führung, kaum Zugriff und musste verdient den Gästen den Vortritt lassen.


„Natürlich ist 5:1 ein klares Ergebnis, aber man kann es nicht alleine an der Leistung der Abwehr festmachen“, so Mario Rohde, Abteilungsleiter beim Hünfelder SV. Dennoch zeigt Hünfelds Abwehr die schlechteste Leistung der bisherigen Saison. Mit Steffen Witzel (privat verhindert) und Oliver Krenzer (Grippe) fehlten zwei Zugpferde, die die Defensive der Hünfelder maßgeblich mitprägen. Dabei startet die Elf von Dominik Weber gar nicht schlecht in das Spiel. Der Torschütze zum 2:1 (24.) Natnael Wedetnsae legt Christoph Neidhart im Strafraum um und Schiedsrichter Sebastian Klein gibt zurecht Elfmeter. Sebastian Ernst tritt Witold Sabela gegenüber – Sabela kann den Ball, trotz Schuchs schwachen Schusses nicht festhalten. Erst Marek Weber im Nachschuss macht die 1:0 Führung für den HSV perfekt (9.).

Lehnerz muss jetzt handeln. Beide Mannschaften geben ordentlich Gas und schenken sich nichts. Jeder Ball ist umkämpft. Christoph Sternstein ist es dann, der nach einer Hereingabe von David Wollny trifft (16.). Hünfelds Torwart Sebastian Ernst hilft auch ein bisschen mit nach, als er den Ball kurioserweise mit seinem Gesicht in die Ecke lenkt. „Der Ausgleich war ganz wichtig für uns, damit wir im Spiel bleiben“, sagt Lehnerz Trainer Sedat Gören.

Obwohl Hünfeld nach Wedetnasaes Treffer in Rückstand geht und deutlich besser ist, hat Hünfeld auch seine Chancen. Maximilan Fröhlich bekommt den Ball von Kevin Krieger aus dem Mittelfeld, aber sein Ball ist zu schwach und somit kein Problem für Sabela (28.). Ein Elfmeter ausgelößt von Johannes Helmke gegen David Wollny ist es dann, der den 3:1 Halbzeitstand besiegelt. Paul Hohmann trifft souverän für die Gäste (37.). Ob der Elfmeter gerechtfertig ist, ist die Frage. „Lehnerz war für mich der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, sowohl verbal als auch körperlich“, so Rohde. Aber Hünfeld hat die Chance noch einmal ranzukommen. Nach einer Flanke von Robert Simon legt Christoph Neidert auf Marek Weber. Webers zweiter Treffer gegen seinen Ex-Klub bleibt ihm aber verwehrt (42.).

In der zweiten Halbzeit ist es dann ganz vorbei mit dem Hünfelder Sportverein. Obwohl es Hünfeld ihnen einfach macht, gibt die Elf von Sedat Gören Vollgas. Es ist wieder Christoph Sternstein, der nach einem schönen Ball vom überragenden David Wollny, den Ball ins kurze Eck schiebt (52.). Später ist es dann Wollny selbst der nach einem Abwehrfehler der Hünfelder aus 20 Metern den Ball gekonnt versenkt (55.). Christoph Neidhardt knallt den Ball kurze Zeit später nach einer Vorlage von Robert Simon gegen die Latte (61.), aber auch das hilft nicht.

„Wir sind eigentlich über den ganzen Platz nur hinterher gelaufen. Die Räume waren zu groß und wir sind immer einen Schritt zu spät gewesen“, lässt Rohde das Spiel Revue passieren. Für Lehnerz neuen Trainer Sedat Gören ist es der nächste Sieg seit seiner Amtsübernahme und ist sichtlich Stolz auf sein Team: „Wir haben heute spielerisch und technisch alles gegeben. Wir waren heute spritziger und ballsicherer als Hünfeld. Riesen Kompliment an die Mannschaft.“
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Hünfelder SV: Sebastian Ernst – Franz Faulstich (46. Niklas Wahl), Johannes Helmke, Manuel Kröning, Tarek Belaarbi, Christoph Neidhardt, Kevin Krieger, Maximilian Fröhlich, Marek Weber, Robert Simon, Sebastian Schuch (63. Niclas Rehm).

TSV Lehnerz II: Witold Sabela – Abdullah Kaan Say, Luca Gaul, Maximilian Vilmar, Natnael Weldetnsae, André Herr, David Wollny, Dennis Nuspahic (67. Maximilian Balzer), Paul Hohmann, Renato Tusha (58. Lukas Friedrich), Christoph Sternstein.

Schiedsrichter: Sebastian Klein (Amöneburg).

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Marek Weber (9.), 1:1 Christoph Sternstein (16.), 1:2 Natnael Weldetnsae (24.), 1:3 Paul Hohmann (37. Foulelfmeter), 1:4 Christoph Sternstein (51.), 1:5 David Wollny (55.). +++