In Vellmar aus dem Tief?

Die Abwärtsspirale von Hessenligist TSV Lehnerz setzt sich fort: nur einen Sieg aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft von Marco Lohsse. Zuletzt setzte es gar eine Pleite gegen den Vorletzten Vikoria Kelsterbach. Gegen den OSC Vellmar (Montag, 15:30 Uhr) soll der Bock umgestoßen werden.


Ob seine Mannschaft am Tiefpunkt sei? „Was heißt Tiefpunkt?“, entgegnet der Lehnerzer Trainer und fügt an: „Es ist einfach so, dass wir zuletzt nicht die nötigen Punkte geholt haben.“ Lohsse verweist auf das fehlende Quäntchen Glück und die mangelnde Chancenverwertung. „Auch in Kelsterbach hatten wir am Anfang genug Chancen.“ Genutzt wurden sie aber einmal mehr nicht. Am Ende gab es ein 1:3 gegen den Aufsteiger. Finanzvorstand Martin Geisendörfer sprach im Nachklang von einer „Blamage“. Setzt sich der Sinkflug des TSV weiter fort?

Denn nun haben die Mannen von der Richard-Müller-Straße das Gastspiel in Vellmar (Montag, 15:30 Uhr) vor der Brust. Der OSC hatte vor der Niederlage gegen Steinbach gut gepunktet und einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. „Das wird eine schwere Aufgabe“, weiß Lohsse, der vor allem vor Enes Glogic, Rene Huneck und Enis Salkovic warnt. Diese drei Spieler erzielten zusammen 29 der 44 Vellmarer Treffer. „Wir müssen auch wieder in der Verteidigung besser stehen“, fordert daher Lohsse. Denn neben der Chancenverwertung präsentiert sich auch die Abwehr des TSV zuletzt wankelmütig. Woran das liegt?

„Uns fehlt Patrick Schaaf an allen Ecken und Enden“, gibt Lohsse als Hauptgrund an. Zudem fehle mit Niklas Breunung eine weitere Stütze seit geraumer Zeit. „Und dann haben Julian Pecks und Kemal Sarvan noch die rote Karte gesehen und fehlen gesperrt.“ Es seien, so Lohsse, viele Faktoren, die zu diesem Negativtrend führten. Doch der Lehnerzer Trainer nimmt seine Mannschaft in die Pflicht. „Die Mannschaft ist gefordert, sie muss eine Reaktion zeigen“, sagt Lohsse vor dem Gastspiel beim OSC.

Ob die Einstellung zuletzt nicht die richtige war? „Ich denke schon, dass die Einstellung gepasst hat“, entgegnet Lohsse, „aber es ist schon so, dass jeder jetzt den unbedingten Willen zeigen muss.“ Das erklärte Saisonziel, Platz sechs, ist bereits fünf Zähler entfernt. Platz elf hingegen, den Vellmar belegt, nur vier Zähler zurück. Mit einem Sieg könnte der OSC bis auf einen Punkt an den TSV heranrücken. Und der TSV wäre noch mehr im Mittelmaß, als ihm ohnehin schon lieb ist.